5. Februar - 1. März 2015

9. April - 3. Mai 2015

13. Mai - 14. Juni 2015

25. Juni - 26. Juli 2015

27. August - 20. September 2015
5. - 29. November 2015

7. - 31. Januar 2016

18. - 25. Februar 2016
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ArtCommunicationProjects

gegenSÄTZE

Spielthese: Wenn erst das newspeak durchgesetzt ist, wir mittels gut / ungut und böse / unböse endlich geklärt haben, wie der Hase seine Haken zu schlagen hat ... noch wird mit Fleiß oder Waffengewalt oder beidem an den Gegensätzen herumgebastelt, denn so genau will niemand wissen, wo sich das absolut Gute und das absolut Böse unüberschneidbar lokalisieren lassen − wer stellt sich schon gerne selber Fettnäpfchen in den Weg. Bis das geklärt ist, spielen eben weiterhin die Roten gegen die Blauen ...

Stell dir vor, der Strom fällt aus und niemand kann mehr lügen.
Nein, das war jetzt eine blöde Idee ...

Das Leben der Bienen ist ein Leben in Unschuld und Fleiß ...

... ein uralter Plan


Nein, auch das ist jetzt nicht besonders passend. Würde vielen grade zupass kommen, den lieben langen Tag lang zwischen Blumen sitzen, süße Säfte naschen, zwischendurch ein Tänzchen vor den Kolleginnen zur Treibabfuhr des narzisstischen Selbstverständnisses, prall vor Stolz, eine neue location entdeckt zu haben und sich in dieser Rolle auch noch als unverzichtbarer Teil des Hofstaats zu fühlen. Die meisten Drohnen würden auf eine Rolle im Bienestaat ohnehin gerne verzichten. Am 19. November ist Internationaler Männertag.
  • Nie war die Kenntnis postalischer Kontexterei wichtiger als heute.
  • In der Kürze liegt die Würze der Ungenauigkeit ...
  • Ist das Gefäß gewaltig, erscheint die Füllung meist mäßig ...
    um an's Rare ran zu kommen, müssen wir um so tiefer in's Glas schauen.
  • Klempner ohne Grenzen ... (geklaute Worte sind die schönsten).
  • ... und über die Schwierigkeit, einer regelmäßigen Struktur Struktur abzugewinnen, was letztlich im Gegensatz von Utopie und Dystopie endet.
  • Für's Hüten der Spielware gibt's diesmal eine Hutschachtel,
    modisch unterm Arm zu tragen und nur für Damen.
 

Sie haben Post!

Wann schreibe ich an einen anderem und wann schreibe ich da eigentlich nur mir?

Viele Jahrtausende hat ein Durchschnittsmensch in seinem Leben nur ein paar Hundert andere Menschen zu Gesicht bekommen. Darauf und dafür sind wir angeblich eingerichtet. Mit der Vergesellschaftung unserer Gemeinschaften hat sich das radikal geändert. Heute sehen wir nicht selten einige Hundert bis Tausend Artgenossen an einem Tag − die im Fernsehen noch gar nicht mit eingerechnet. Wie also können wir uns trotzdem auseinanderhalten?

   

"Du" bist viele und eine Simulation zur notwendigen Klärung eines Unterschieds, der kaum zu schaffen ist. Damit uns das weniger streßt, erledigen das jetzt Programme für uns.

Aktuell wird diskutiert, das Erlernen der Schreibschrift in den Schulen aufzugeben und damit die Graphologie, die Instanz zur Klärung der ganz persönlichen Gestimmtheit während der Geste des Schreibens, der Norm zu opfern und so fristet diese Diszplin zukünftig wohl ihr Restdasein als Spezialkategorie der Kriminalistik. Auch das installiert Neusprech.

50 ccm bei 20°


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Auch die Hälfte einer Hälfte einer Hälfte einer Hälfte ... ist immer noch: eine Hälfte. Warum das stimmt, aber nicht wahr ist, wird schnell klar, wenn man die Durchschnitts- hälfte in eines der großen Gläser füllt: Das fällt nämlich kaum auf. Und wer weiß schon, wo und wie man diesbe- züglich mal vorstellig werden könnte. Ersatzweise bietet sich ein bißchen Nahneid an.

Argumente?

... wenn nur noch Tabletten helfen ... der advocatus diaboli könnte Abhilfe schaffen, dem Körper die Nebenwirkungen ersparen, die nur in der Soma noch lokalisierbaren Argumente in Sprache zu wandeln ... mal was zugunsten des Anderen sagen − nein, nicht aus Höflichkeit ...

    

... und auch mal mitschreiben, um die Flucht in die Standardkausalitäten einzudämmen ...
für eine Intelligenz, die zuerst einmal sich selbst misstraut.


Der Schlüsselbund









Künstler*innen [ in eckigen Klammern ] und Werktitel als Ressource für weitere Unterscheide.

 

Anläße

Da läuft der Zweiteiler eines gewissen Christopher Lesko auf ZDFneo, der unsere Manipulierbarkeit zur Gewalt experimentell zu untersuchen vorgibt: Plötzlich Krieg? Es handelt sich um die modifizierte Neuauflage eines Experiments, das erstmals 1954 Furore gemacht hatte, damals mit Jugendlichen. 2015 also verpackt als Aufklärung, was seit jüngerer Vergangenheit Big Brother oder Dschungelcamp heißt. Man scheint der Wiederholung kluger Zitate zum Phänomen nicht oft genug nachkommen zu können:

Der wichtigste Vorgang, der sich innerhalb der Masse abspielt, ist die Entladung.
Vorher besteht die Masse eigentlich nicht, die Entladung macht sie erst wirklich aus.
Sie ist der Augenblick, in dem alle, die zu ihr gehören, ihre Verschiedenheiten loswerden und sich als gleiche fühlen.
[ Elias Canetti, in: Masse und Macht, 1960 ]

... allerdings möchte ich dieses Zitat auf diesen Zweiteiler selbst bezogen wissen und nicht etwa − wie das ZDF − auf dessen Inhalt! Beizusteuern wäre meinerseits ein Mitschnitt aus dem Metropolis-"Kunstchat" vom elften September 2001 zwischen 14 Uhr 27 und − mit einer Unterbrechung zur Nahrungsaufnahme − kurz vor Mitternacht.